Warum die alte Ernährungslehre uns krank macht
Nach der alten Ernährungslehre werden die Nahrungsmittel in 3 Grundnährstoffe eingeteilt. In Eiweiß, Fett und Kohlehydrate. Diese chemische Betrachtungsweise, sprich “Kalorienzählen”, sagt aber leider nichts über die Wertigkeit der Nahrungsmittel aus.
Der Schweizer Arzt Bircher-Benner fand heraus und der Ernährungswissenschaftler Prof. Kollath belegte, dass der Wert der Nahrung steigt, je natürlicher und lebendiger sie ist. Klingt eigentlich logisch, oder? ;-)
Biologische Wirkstoffe = Vitalstoffe
Um die Nahrung zu verwerten sind daher die biologischen Wirkstoffe (auch Vitalstoffe genannt) noch wichtiger.
Hierzu zählen:
die fett- und wasserlöslichen Vitamine
Mineralstoffe
Spurenelemente
Enzyme/Fermente
ungesättigte Fettsäuren
Aromastoffe
Faserstoffe (auch Ballaststoffe genannt)
Lassen wir die Nahrung so natürlich wie möglich, brauchen wir uns keine Sorgen um unsere Vitalstoffversorgung zu machen.
Gibt es einen Unterschied zwischen Nahrungs- und Lebensmitteln?
Ja, auf jeden Fall :-) Prof. Kollath teilt die Nahrung in Lebens- und Nahrungsmittel ein.
Die Kollath-Tabelle
Hier hat Prof. Kollath anhand einer Tabelle die Nahrungsmittel in ihre biologische Wertigkeit aufgeteilt. Für eine vitalstoffreiche und vollwertige Ernährung sind die ersten 4 Spalten der ersten Zeile am wichtigsten.
Ich merke mir es einfach so: Lebensmittel halten uns am leben, sind naturbelassen und wenig bis gar nicht verarbeitet.
Nahrungsmittel sind verarbeitet und haben, je nach Verarbeitungsgrad, kaum noch Vitalstoffe. Sie sind praktisch „tot“. Und eben das sind leider die meisten Nahrungsmittel, die die Menschen heutzutage zu sich nehmen.
Durch die industrielle Verarbeitung der ursprünglichen Lebensmittel, entsteht ein minderwertiges Nahrungsmittel. Da nach der alten Ernährungslehre eben nur das Augenmerk auf Eiweiß, Fett und Kohlehydrate gelegt wird, produziert die Nahrungsmittelindustrie viele Nahrungsmittel in konzentrierter Form (siehe rote Spalte in der Tabelle).
Die wichtigen Vitalstoffe sind hier nur noch in kleiner bis keiner Menge mehr vorhanden und können so dem Körper zur Verwertung der Nahrung nicht mehr helfen.
Und das merken wir nicht sofort. Eine Ernährungsbedingte Zivilisationskrankheit macht sich meistens erst nach vielen Jahren (20 Jahre) bemerkbar. Zu den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten gehören:
Gebissverfall, Zahnkaries, Parodontose und Zahnfehlstellung (letzteres als Folge der Ernährungsfehler vorheriger Generationen)
Erkrankung des Bewegungsapparates, rheumatische Erkrankungen, Arthrose, Arthritis, Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden
Stoffwechselkrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Leberschäden, Gallensteine, Gicht, usw.
die meisten Erkrankungen der Verdauungsorgane wie Stuhlverstopfung, Erkrankungen an Leber, Gallenblase, Dick- und Dünndarm, usw.
Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt, Thrombosen, Arteriosklerose, usw.
Mangelndes Immunsystem/ mangelnde Infektabwehr, immer wiederkehrende Erkrankungen der Atemwege, Erkältungen, Blasenentzündungen, usw.
die meisten sog. Allergien
manche organischen Erkrankungen des Nervensystems
Was kann man also tun?
Meide diese 4 Speisen:
Auszugsmehle und daraus entstehende Produkte (also Weißmehl, helle Nudeln, Weißbrot…), auch weißer Reis, Hirse…
alle Fabrikzuckerarten (auch Agavendicksaft, Vollrohrzucker, usw.)
alle raffinierten Fette (Margarine, erhitzte Öle)
wenn du eine Magen-, Darm-, Leber- oder Gallenempfindlichkeit hast: alle Säfte aus Obst und Gemüse, Trockenfrüchte, gekochtes Gemüse
Integriere diese 4 Speisen täglich in deinen Speiseplan:
Vollkorngetreide und daraus entstehende Produkte (Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis…)
Frischkost/Rohkost in Form von Gemüse (2/3) und Obst (1/3)
naturbelassene Fette (Butter, Sahne) und unraffinierte, kaltgepresste Öle
Wichtig hierbei ist der Frischkostanteil in Form des Frischkorngerichts und Essen von rohem Gemüse und Obst. So bleibt das Eiweiß in der Nahrung lebendig und natürlich (nativ). Durch Erhitzung wird das Eiweiß denaturiert und verliert seine Beschaffenheit.
Übrigens braucht man gar nicht so viel Eiweiß, wie viele behaupten. Bestes Beispiel hierfür ist die Muttermilch, sie enthält nur ca. 2 % Eiweiß. Die Natur hat die Muttermilch so zusammengesetzt, dass der Säugling in wenigen Monaten sein Gewicht verdoppelt.
„Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich “